· 

Alles Chutney, oder was!?

Ok, das Eingemachte auf dem Bild da links sieht beides ganz gut aus. 

Aber was ist es?

Gibt es einen Unterschied?

Wenn ja, welchen?

Hauptsache, es schmeckt, oder?

Und wie mache ich das jetzt?

 

Also, das linke, das ist ein Relish. Aus Paprika.

Das rechte, das ist ein Chutney. Aus grünen Tomaten.

 

Klar soweit?

 

Aber das ist doch das Gleiche!

Ist doch beides eingekochte Matschepampe!

Das sagst Du doch nur, damit's interessanter klingt!

 

Hmmmm... nicht ganz :)

 

Eins steht fest, gut schmeckt alles, aber es gibt ein paar Unterschiede, von denen ich euch kurz erzählen möchte. Und wenn ich schon mal dabei bin, sag ich auch noch kurz etwas über Salsa. 

 

Chutney

Das wohl bekannteste Chutney ist das Mango-Chutney, das habt ihr doch sicher auch schon mal beim Inder gegessen, oder? Und das sind auch schon zwei Hinweise, für die Sherlocks unter euch: Chutney ist immer süßlich und kommt ursprünglich aus Indien. Jetzt dürft ihr aber nicht denken, dass Chutney immer aus Früchten gemacht wird! Eurer Fantasie sind wirklich keine Grenzen gesetzt und ihr könnt eigentlich aus allem, was ihr so im Garten findet, ein Chutney herstellen. Wichtig sind auf jeden Fall die Gewürze. Ein Chutney ist eine Geschmacksexplosion und ihr dürft hier wirklich nach Lust und Laune mit allen möglichen exotischen Gewürzen experimentieren.

Curry, Kreuzkümmel, Tamarind, Koriander, Minze, Knoblauch, Zwiebeln, Chili, Zitronensaft und noch ein paar Rosinen rein. Fertig ist das Chutney! Naja, oder so ähnlich. 

Meistens werden die Frucht- oder Gemüsestücke sehr fein geschnitten und zu einer dicken, saucenartigen Konsistenz verkocht. Wichtig dabei ist der Zucker, damit die Masse schön dickflüssig wird.

Seid mutig und probiert einfach aus! Schnuppert an den Gewürzen und haut in den Topf, was passen könnte - bisher ist mir noch kein Chutney missglückt.

Probiert doch gleich mal aus, mein Rote Bete - Chutney nachzukochen :)

 

Relish

Hier ist der Spitzenreiter wohl das Gurken-Relish, das ihr vielleicht schon mal zu einem leckeren Burger serviert bekommen habt. Relishes sind säuerlich und würzig, manchmal auch scharf. Sie sind dünnflüssiger als Chutneys und die Gemüse- und/oder Obststücke sind noch deutlich zu erkennen. Ein Relish muss nicht mal unbedingt eingekocht werden, sondern kann auch aus dem rohen Obst und Gemüse bestehen. Dann muss es natürlich zügig verbraucht werden. 

Die Grundzutaten für ein Relish sind gar nicht so unterschiedlich zum klassischen Gurken einlegen: Essig, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und eben Dill, Senfkörner, Chili usw. ganz nach Geschmack. Auch hier könnt ihr herumexperimentieren, was das Herz begehrt und Relishes sind eine köstliche Sauce nicht nur zu Burger sondern auch zu allem Gegrillten.

 

Salsa

Und was ist jetzt Salsa? Das, worin ich meine Tortilla-Chips Dippe? Es kommt darauf an! Salsa ist ja zunächst einmal nur das spanische Wort für Sauce. Die Tomaten-Salsa ist hier natürlich die bekannteste Salsa, aber dabei denke ich nicht an die gekaufte aus dem Glas für die Tortilla-Chips, sondern für frische, duftende Tomaten-Salsa mit Koriander. Mhhhh, habt ihr das schon mal zu selbstgemachten Fajitas gegessen? Da läuft mir doch glatt schon beim Schreiben das Wasser im Munde zusammen! 

Ein Muss in der Salsa sind Zwiebeln, Knoblauch und Chili, oft ist eine Salsa tomatenbasiert, aber auch Zucchini, Paprika oder Retting können eine feine Grundlage sein. 

Ich wiederhole mich: experimentiert! Aber: probiert uuuunbedingt einmal die klassische Tomaten-Salsa aus :)

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0